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Schnell noch einen Coffee to go" auf dem Weg zur Arbeit. Diese Angewohnheit führt jährlich in Deutschland zu unglaublichen Becher-Müllbergen. Mehrweg-Becher könnten die Lösung sein. Doch das Geschäft damit läuft nur
Für Gina, die italienische Barista des kleinen Münchner Cafés, geht nichts über...
uch Gina im Café hat bis vor kurzem die To-Go-Getränke in Wegwerfgefäßen ausgeschenkt. Pappbecher. Normale Pappbecher. Aber ich finde das nicht schön. Für mich als Italienerin No-Go." Deshalb nimmt Gina seit kurzem an einem Pfandsystem für Kaffeebecher teil. Es heißt Recup und arbeitet mit wiederverwendbaren Kunststoffgefäßen. Finde ich eine gute Idee. Auch für die Natur. Das ist wichtig. Man kann es überall abgeben, ein Euro Pfand, super."
Mehrwegbecher gegen Pfand
Geschäftsführer von Recup ist der Münchner Fabian Eckert, 27 Jahre alt. Er erklärt das System:
Kaffee-Anbieter können sich bei uns anmelden. Gegen eine kleine Gebühr von einem Euro pro Tag kriegen sie von uns Becher zum Pfandpreis. Das heißt, sie zahlen einen Euro Pfand. Das zahlt am Ende auch der Kunde, wenn er den Becher mitnimmt. Das System funktioniert so, dass der Kunde auf unserer Internet-App sehen kann, wo weitere Teilnehmer sind. Er geht in den Laden, nimmt sich den Kaffee mit, zahlt einen Euro Pfand und kriegt einen kleinen Preisnachlass auf den Kaffee.
pizzakarton bedruckt
Wenn er den Kaffee getrunken hat, gibt er ihn ab, kriegt einen Euro Pfand und ist den Becher wieder los."
Der Becher mit der Münchner Stadt-Silhouette wird dann gespült und wiederverwendet. Bis zu zweihundertmal. In Münchner Glockenbach-Viertel funktioniert das Recup-System schon ganz gut. Hier hat die kleine Startup-Firma die meisten ihrer knapp 200 Partner. Derzeit expandiert Recup auch in anderen Großstädten:
Es muss eigentlich ein deutschlandweites, einheitliches System sein. Damit es auch für den Kunden attraktiv ist. Ich muss in München in den Zug steigen und in Hamburg den Becher abgeben. Damit es am Ende Sinn hat. Und es muss wirtschaftlich sein.
bagasse schale
So ein System macht unserer Meinung nach keinen Sinn, wenn es sich wirtschaftlich nicht trägt."
Das System trägt sich noch nicht
Noch trägt es sich nicht. Bei 200 Partnern kommen im Monat gerade mal 6000 Euro Teilnehmergebühr zusammen – zu wenig, um die 13 Mitarbeiter dauerhaft zu beschäftigen. Aber Florian Eckert ist zuversichtlich. Er glaubt an das System und hat angeblich zahlungskräftige Investoren. Außerdem unterstützen viele Umweltverbände ein Pfandsystem für Kaffeebecher. Greenpeace zum Beispiel. Recycling-Expertin Kerstin Doerenbruch:
Wir haben in Deutschland drei Milliarden To-go-Becher jährlich. Wenn man die aneinanderlegt, gibt's eine Kette, die siebenmal um die Erde reicht. Allein in Berlin sind es täglich 460.000 Becher. Es ist schon erschreckend, wie viel wir wegwerfen."
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